Online- oder Offline-Shopping besser fürs Klima?

VersandUm dir diese Frage zu beantworten, haben wir für dich die Studie „Carbon auditing the last mile“ zusammengefasst. Laut dieser Studie werden im Durchschnitt beim Online-Shopping durch den Transport des Artikels 181 g CO2 ausgestoßen. Beim Offline-Shopping mit dem Auto sind 4.274 g CO2 pro Artikel.

Online-Shopping verursacht also unter Umständen weniger transportbedingte CO2-Emissionen als ein Offlineeinkauf. Wie die CO2-Bilanz deines konkreten Einkaufs aussieht, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Wie viel CO2 beim Offline-Shopping, also dem Einkauf im Laden, ausgestoßen wird, hängt natürlich zunächst stark davon ab, wie du den Weg zum Laden zurücklegst. Benutzt du dafür ein Auto, stößt du im Durchschnitt 4.274 g CO2 aus. Mit dem Bus beträgt der durchschnittliche CO2-Ausstoß 1.265 g CO2, also weniger als ein Drittel im Vergleich zum Auto.
Beim Online-Shopping von Konsumgütern wird bei der Auslieferung durch einen Paketdienst pro Artikel durchschnittlich nur 181 g CO2 ausgestoßen, da der Lieferwagen eine größere Anzahl von Artikel pro Fahrt ausliefert.
Es gibt aber sowohl beim Offline- als auch beim Online-Shopping einige Faktoren, die die Höhe des CO2-Austoßes pro Artikel wesentlich zum Positiven oder Negativen beeinflussen können. Welche sind das?
Beim Einkaufen mit dem Auto oder dem Bus beispielsweise, kannst du den durchschnittlichen CO2-Austoß pro Artikel dadurch senken, dass du die Fahrt nicht ausschließlich machst, um einen einzelnen Artikel zu kaufen. Erledigst du den Kauf auf einer Fahrt, auf der du auch andere Dinge erledigst, wie z.B. Freunde treffen, Behördengänge etc., senkst du den CO2-Austoß des gekauften Artikels, da sich die gesamte CO2-Menge auf die verschiedenen Aktivitäten aufteilt. Der geringste CO2-Ausstoß ergibt sich jedoch noch immer, wenn der Einkauf per Fahrrad oder zu Fuß erledigt wird.

 

Beim Online-Shopping hängt der CO2-Ausstoß des gelieferten Pakets zunächst wesentlich davon ab, ob die Auslieferung innerstädtisch oder in ländliche Gebiete stattfindet. Das liegt daran, dass in ländlichen Gebieten die Wege oft länger und die Anzahl der ausgelieferten Pakete pro Fahrt geringer sind als in der Stadt. Der CO2-Austoß ist daher mit 495 g CO2 im ländlichen Gebiet mehr als doppelt so hoch. Ein weiterer Faktor, der die ausgestoßene Menge CO2 des online gekauften Artikels vergrößern kann, ist die Zustellbarkeit. Bist du bei der ersten Auslieferung nicht zu Hause und kannst daher dein Paket nicht annehmen, muss der Paketdienst erneut fahren, um dir dein Paket zu bringen. Das treibt den CO2-Ausstoß in die Höhe. Schließlich werden viele Artikel, die online erworben werden, nicht behalten, sondern zurückgesendet. Wenn dafür der Paketdienst erneut anfahren muss oder du den Artikel selbst mit dem Auto zur Post oder zum Laden zurückbringst, erhöht dies ebenfalls den CO2-Ausstoß.
Daher unsere Tipps, wie du den CO2-Ausstoß beim Online-Shopping so gering wie möglich halten kannst:

  • • Bestelle mehrere Artikel mit einer Lieferung
  • • Erlaube dem Paketdienst, dein Paket beim Nachbarn abzugeben
  • • Vermeide „Express-Bestellungen“ auf dem letzten Drücker, für die der Paketdienst extra für dich fährt
  • • Falls du etwas zurücksenden möchtest, gib es dem Paketdienst mit, wenn dieser eh gerade im Haus oder in der Nachbarschaft ist oder bring das Paket mit dem Fahrrad zur nächsten Paketstation

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